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Airbnb setzt auf Experience-First-Travel: Wie authentische Erlebnisse den Tourismus beleben

Durch die Einbindung lokaler Experten und die Förderung authentischer Aktivitäten abseits der ausgetretenen Pfade verteilt Airbnb die Besucherströme gleichmäßiger. Gleichzeitig schafft die Plattform eine direkte Wertschöpfung für die lokale Bevölkerung.

Von der Schlafcouch zum globalen Erlebnis-Imperium – Airbnb hat den Reisemarkt innerhalb weniger Jahre grundlegend verändert. Mit dem Experience-First-Travel-Konzept schafft die Plattform nun eine zweite Innovationswelle, die weit über die bloße Buchung von Unterkünften hinausgeht. Statt einfach nur eine Wohnung zu mieten, können Reisende heute aus kuratierten Aktivitäten in 650 Städten weltweit wählen – von Kochkursen über Stadtführungen bis hin zu handwerklichen Workshops in insgesamt 19 verschiedenen Kategorien.

Warum Airbnb den Fokus auf Erlebnisse legt

Airbnb erkannte früh ein zentrales Problem des modernen Tourismus: Während die Zahl der Reisenden stetig wächst, konzentrieren sich die Besucherströme auf wenige Hotspots. Das Ergebnis ist Overtourism – überfüllte Innenstädte, überforderte Infrastrukturen und zunehmende Ablehnung durch Einheimische. Der Experience-First-Ansatz bietet eine clevere Antwort auf dieses Dilemma.

Durch die Einbindung lokaler Experten und die Förderung authentischer Aktivitäten abseits der ausgetretenen Pfade verteilt Airbnb die Besucherströme gleichmäßiger. Gleichzeitig schafft die Plattform eine direkte Wertschöpfung für die lokale Bevölkerung. „Mit dem Start von Services und Experiences verändern wir das Reisen erneut. Jetzt könnt ihr bei Airbnb mehr als nur ein Airbnb buchen“, erklärt Gründer Brian Chesky die Strategie.

Von der Nische zum Milliardenmarkt

Was 2016 mit über 40.000 Experiences in mehr als 1.000 Städten bis 2020 begann, hat sich zu einem beeindruckenden Ökosystem entwickelt. Nach einer Pause wurde das Experience-Programm 2025 komplett überarbeitet und neu gestartet. Heute bietet Airbnb Zehntausende kuratierte Aktivitäten an, die von lokalen Experten geleitet werden. Erfolgreiche Experience-Gastgeber erwirtschaften dabei teilweise sechsstellige Jahreseinkommen – ein klares Zeichen für die wirtschaftliche Zugkraft des Konzepts. Airbnb behält eine Provision ein und schafft so ein profitables Zusatzgeschäft jenseits der Unterkunftsvermittlung.

Authentizität als Wettbewerbsvorteil

Im Gegensatz zu traditionellen Reiseveranstaltern mit standardisierten Tourpaketen setzt Airbnb auf Individualität und persönlichen Kontakt. Diese Strategie trifft den Nerv einer neuen Generation von Reisenden, die nach einzigartigen Erfahrungen sucht.

Ein Beispiel ist die kulinarische Tour durch Florenz, bei der Teilnehmer nicht nur regionale Spezialitäten verkosten, sondern diese unter Anleitung eines lokalen Küchenchefs selbst zubereiten. Oder die Bienenzucht-Erfahrung in Los Angeles, die Einblicke in nachhaltige Imkerei gibt.

Der Erfolg dieser Angebote basiert auf ihrer Authentizität. Sie werden nicht von großen Tourismuskonzernen, sondern von passionierten Einheimischen konzipiert und durchgeführt.

Zusätzlich zu den lokalen Experiences hat Airbnb 2025 ‚Airbnb Originals‘ eingeführt – exklusive Erlebnisse mit Prominenten wie Patrick Mahomes oder Megan Thee Stallion, die nur auf der Plattform verfügbar sind.

Durch die direkte Verbindung zwischen Reisenden und lokalen Experten entstehen kulturelle Brücken, die über das reine Konsumerlebnis hinausgehen. Ihr lernt Land und Leute auf Augenhöhe kennen – ein fundamentaler Unterschied zum Massentourismus.

Technologie als Enabler für nachhaltigeren Tourismus

Die Plattform nutzt zunehmend KI und personalisierte Algorithmen, um Reisenden maßgeschneiderte Erlebnisse vorzuschlagen. 58% aller Airbnb-Buchungen erfolgten 2024 über die mobile App – ein Trend, den Airbnb durch den Ausbau entsprechender Funktionen aktiv fördert.

Besonders interessant ist die geplante Integration von Social-Features, die den Community-Gedanken verstärken sollen. Gruppenchats und gemeinsame Erlebnisse werden noch 2025 eingeführt und sollen dafür sorgen, dass sich Gleichgesinnte bereits vor der Reise vernetzen können.

Die Zukunft des Experience-First-Travel

Airbnb hat bereits Airbnb Services in 260 Städten eingeführt und plant weitere Expansion. Private Kochkurse oder Wellness-Angebote in der gebuchten Unterkunft könnten die nächste Evolutionsstufe darstellen.

Gleichzeitig strebt die Plattform eine stärkere Präsenz in weniger erschlossenen Regionen an, um den Druck auf bekannte Touristen-Hotspots zu mindern. Durch Kooperationen mit lokalen Regierungen und Kulturinstitutionen soll nachhaltiges Wachstum gefördert werden.

Mehr als ein Geschäftsmodell – ein Kulturwandel im Tourismus

Der Experience-First-Ansatz von Airbnb ist mehr als nur ein cleveres Geschäftsmodell. Er repräsentiert einen fundamentalen Wandel in der Art, wie wir reisen und fremde Kulturen erleben. Statt passive Konsumenten zu sein, werden Reisende zu aktiven Teilnehmern.

Diese Transformation kommt zur richtigen Zeit. In einer Welt zunehmender virtueller Erlebnisse wächst die Sehnsucht nach authentischen, zwischenmenschlichen Begegnungen. Genau hier setzt Airbnb an und schafft eine Win-win-Situation: Reisende erhalten unvergessliche Erlebnisse, lokale Gastgeber neue Einkommensquellen und Destinationen eine nachhaltigere Form des Tourismus.

airbnb.com – Airbnb Experiences

news.airbnb.com – Airbnb Expands Beyond the Home with the Launch of Trips

forbes.com – Airbnb Will Change The Way We Travel In 2025 (Jeff Fromm)

rentalsunited.com – Airbnb experiences: everything you need to know (2025)

xola.com – An overview to Airbnb experiences: Pros and Cons

news.airbnb.com – 2025 Summer Release: Now you can Airbnb more than an Airbnb

techcrunch.com – Airbnb expands into services and experiences, plans more social and AI features

ipropertymanagement.com – Airbnb Statistics [2025]: User & Market Growth Data

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